Sonntag, 1. Juni 2008

Danau Toba


Gestern Morgen gingen wir frueh los auf den Busbahnhof von Bukit Lawang. Wir fanden diesen schliesslich etwa drei Km auserhalb der Stadt. Zuerst wollten die Leute unsere wertvollen Gepaeckstuecke auf dem Dach festbinden wie letztes mal, aber diese waren nicht faehig dies richtig zu machen. Ausserdem sollten wir fuer vier Personen zahlen. Wir haben nur zu dritt in einer Reihe platz, weil Vincent und Raphael so gross sind. Wir entschieden uns also fuer einen anderen Bus mit ein wenig mehr Beinfreiheit, wo wir das Gepaeck in den kaputten Kofferraum stellen konnten. Nach einer kleinen Diskussion konnte Raphael die Leute auch noch davon ueberzeugen, dass es besser waere, wenn sie den Kofferraum mit einem Seil sichern wuerden.

Nach zehn Minuten gemuetlichen Fahrens war es vorbei mit der Ruhe. Einige wie immer rauchende indonesische Maenner stiegen ein. Nach weiteren zehn Minuten waren wir 24 Leute in dem zwoelfplaetzigen Bus (typisch Asien). Nach dreieinhalb Stunden Fahrt kamen wir erschoepft und genervt in Medan an, von wo wir den lokalen Bus zur anderen Busstation nahmen (eine Stunde). Von dort sollte ein grosser Bus nach Danau Toba fahren. Die Maenner von der Busgesellschaft interessierten sich nicht sonderlich fuer uns und wollten uns nicht richtig helfen. Sogar ein Polizist versuchte Yvonne 500 Rupiah mehr aus dem Sack zu ziehen (8000 Rupiah = 1 Fr. !!!). Schliesslich als Raphael ein wenig herumschrie wurden sie ein bisschen aengstlich und wir sassen schliesslich im Bus. Es war etwa fuenf Minuten bequem, dann waren so viele Leute im Bus, dass Raphael es vorzog lieber ganz hinten auf einer kleinen Gepaeckablage zu sitzen, wo er den Platz die naechsten fuenf Stunden mit meistens drei Anderen teilte. Yvonne und Vincent sassen auf Sitzen aber sobald sie sich auch nur ein bisschen bewegten, versuchte jemand an ihre Stelle zu rutschen. Nach der fuenfstuendigen Odysee, mindestens tausend Stops und etwa drei Paeckchen Zigaretten kamen wir in Donau Toba an, von wo wir die Faehre nach Tuk Tuk nahmen, einem Dorf auf der Insel im Vulkansee. Auf der Fahre logen uns alle an und sagten, dass das Hotel, in das wir wollten schon lange ausgebucht sei......Wir glaubten ihnen zwar, wollten uns dennoch selbst ueberzeugen. Nichts stimmte: Wir bekamen ohne Probleme ein super Zimmer.

Das Carolina Guesthouse und Hotel ist die beste Unterkunft, die wir ueberhaupt auf unserem Trip hatten. Unser traditionelles Batakhaus hat direkten Blick auf den See und es ist alles blitzeblank sauber. Wir haben heisses Wasser, Tuechlein, Decken.... Super Service und gratis Trinkwasser. Wir schliefen sehr gut, doch Yvonne bekam Durchfall.

Heute haben Vincent und Raphael im See gebadet und mit einem Velo (! endlich wieder!) eine Inselrundfahrt gemacht. Yvonne geht es nicht so gut, sie hat immer noch Durchfall und jetzt auch Fieber, das langsam steigt. Wenn sie in 24h immer noch ueber 37.5 Grad hat, muss sie das Malaria-Notfall-Medikament nehmen. Die Situation ist ziemlich bloed, wir haben gerade erst mit der Profilaxe begonnen und das Profilaxemedikament hat dieselben Nebenwirkungen wie die Krankheit: Grippeaehnliche Symptome. Das kann alles heissen. Wenn es nicht besser wird und sie das Notfallmedikament nehmen muss, muessen wir ein Krankhenhaus aufsuchen um eine Blutprobe nehmen zu lassen.
Wir hoffen das Fieber sinkt wieder bis zum naechsten Morgen.
Arme Yvonne.

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