Mittwoch, 30. Juni 2010

My Son

Heute Morgen um 5 Uhr machten wir auf den Weg nach My Son, einer antiken Stadt des Champa-Volkes. Die Champa errichteten die Tempelanlage im vierten Jahrhundert n.Chr. und die Stadt war bis ins 13. Jahrhundert bewohnt. Heute liegen die zum Teil vom Krieg zerbombten Anlagen idyllisch zwischen den wunderbar bewaldeten "Hon Quap" (Katzenzahnberge).



Wir interessierten uns mehr fuer die unzaehligen Insekten und anderen Lebewesen, die zu finden waren, als fuer das unverstaendliche Gebrabbel des Fuehrers. Nach einem
kleinen Spaziergang durch den Wald, machten wir uns auf den Rueckweg.

Hoi An

Nach einer 22-stuendigen Busfahrt, die erreichten wir gestern Morgen um sechs Uhr Hoi An, an der Westkueste Vietnams. Relativ schnell fanden wir ein guenstiges und gemuetliches Guesthouse, in dem wir endlich ein Dusche nehmen konnten.

Hoi An ist eine kleine Stadt aus Chinesischer Herschaft, die 1999 zum Unesco Weltkulurerbe erklaert wurde. Am Morgen war es noch angenehm kuehl, doch schon bald huschten wir von Haus zu Haus und von Sehenswuerdigkeit zu Sehenswuerdigkeit, um so wenig wie moeglich der Sonne ausgesetzt zu sein.

Wir besuchten unter Anderem eine japanische Bruecke, diverse Tempel und antike Gebaeude. Die Stadt ist unter dem Namen "taylor City" bekannt, was Angesichts der hunderten von Schneiderein sehr verstaendlich ist. Nach einer ausgiebigen Siesta und dem Abwarten des Nachmittagregens, begaben wir uns wieder in die abdenliche Stadt, die wunderschoen mit unzaehligen Lampions geschmueckt und beleuchtet war.



Hier noch eine kleine Wuerdigung asiatischer Elektriker.....:-)

Sonntag, 27. Juni 2010

Cu Chi Tunnels

Frueh morgens starteten wir unseren gestern gebuchten Gruppen-Ausflug zu den Rebellen-Tunneln von Cu Chi. Unsere Gruppe bestand aus zwei Personen, einem Fahrer und einem Fuehrer....:-)

Dort angekommen schauten wir uns als Erstes einen Propagandafilm aus den End-60ern, in dem der ganze Konflikt von der Vietcong-Seite gezeigt wurde. Danach begutachteten wir diverse Fallen und Bombenkrater, bevor wir einen "geheimen" Eingang zu den Tunneln ausprobierten.



Der Ex-Soldat, der es vorzeigte glaubte wohl nicht, dass Raphael da rein passen wuerde....



Das Cu Chi Tunnel-System hat eine Laenge von ueber 250km und reicht von der Grenze Kambodschas bis nach Saigon und war fuer Jahre das Tagsversteck von tausenden von vietnamesischen Soldaten. Die Gaenge sind so schmal und niedrig, dass darin gekrochen werden muss. Einige Gaenge wurden extra fuer Touristen verbreitert und foerdern immer noch Klaustrophobie...
Das System erstreckt sich ueber drei Ebenen, die jeweils in 3, 6 und 9m Tiefe liegen. Auch gekocht wurde unter Tag, doch die Kamine kamen etwa 500m von der Kueche entfernt an die Oberflaeche, sodass die Kochenden vor amerikanischen Bomben sicher waren....

Wir krochen 120m in den Gaengen umher und waren nachher schweissgebadet. Nach einer kleinen Staerkung in Form von Tapioca (Eine Wurzel), das die Hauptnahrung der Guerillas darstellte, machten wir uns wieder auf den Rueckweg in die Stadt.

Nach ein wenig Sightseeing in der Stadt und einigen Antiquitaetenlaeden und dem Ausprobieren von unbekannten Fruechten, buchten wir noch den Bus fuer unsere Weiterreise (25h Busfahrt) nach Hoi An.

Samstag, 26. Juni 2010

Ho Chi Minh City

Heute Morgen erkundeten wir die Stadt. Wir fanden eine koloniale Nachbildung der Notredame (in roten Backsteinen...), die alte Post, viele wunderschoen heruntergekommene Kolonialgebaeude und vieles mehr.



Gegessen haben wir in einem wunderbaren Gartenrestaurant in der Mitte der Stadt.

Danach ein wenig Shopping im vollgestopften Ben Tanh Market und ein erstes Wiedergewoehnen ans Feilschen.....

Gerade vor dem Regen reichte es uns wieder zurueck ins Guesthouse. Neben an konnten wir geschuetzt den morgigen Tag planen.

Jetzt gehen wir essen.....

Visas, Behoerden und Gewitter

Die Probleme fingen schon beim Einchecken an. Dank neuer Visabestimmungen fuer Vietnam kann man nicht mehr einchecken, wenn keine Ausreisebestaetigung vorliegt....!? Obwohl wir schon ein Visa hatten, waren wir gezwungen schnell im Flughafen ins Internet zu gehen und einen Billigflug zu buchen. Die Internetgebuehren fuer die 10min waren fast hoeher als der Flug...:-)
So gewappnet machten wir uns auf den Weg.

Der erste Flug war ereignislos und ruhig, sodass wir schon bald (6h)in Doha (Qatar)ankamen. Der Flughafen war sehr voll, doch wir konnten relativ schnell einen Platz im begehrten quietroom ergattern, wo wir ein wenig Ruhe fanden und wenigstens unbequem liegen konnten.

Frueh morgens ging es weiter Richtung Vietnam. Auch dieser Flug war Anfangs ruhig, doch gegen Abend streiften wir ein riesiges Gewittergebiet, was wir zwar nur minim spuerten, doch gewaltig aussah. Die Blitze zuckten aus allen Richtungen um unser Flugzeug und unter den Wolken leuchtete es rot. Leider kommt das auf dem Foto nicht rueber, einen Blitz zu erwischen ist halt nicht so leicht....



Bald landeten wir im naechtlichen Ho Chi Minh und konnten nach einigem Visa-hin-und-her (trotz unseres Online-Visas und Weiterflug, den niemand sehen wollte...) und 10 Dollar Bestechungsgeld endlich die Grenze ueberschreiten und unser Gepaeck holen.

Mit dem Taxi fuhren wir in die Stadt, der man den Freitagabend anmerkte. Eine pulsierende, mit Leuchtreklamen gefuellte Metropole.

Relativ schnell fanden wir ein sehr sauberes, kleines Guesthouse und konnten eine wohlverdiendte Dusche nehmen. Danach ein kleines, leckeres Nachtessen und danach schlafen....