Montag, 15. August 2011

Kapstadt

Hier noch Fotos zum Table Mountain National Park und zum Kap der guten Hoffnung:







Als wir am Donnerstag über den Chapman's Peak Drive, einer beeindruckenden Panoramastrecke, nach Kapstadt hineinfuhren, hatten wir einen stahlblauen, wolkenlosen Himmel und 25 Grad. Nicht vergessen, eigentlich ist Winter. Am nächsten Morgen spürten wir das dann auch. Den ganzen Freitag lang regnete es in Strömen und die Temperaturen waren unter 10 Grad. Eigentlich wollten wir auf den Tafelberg und nach Robben Island, doch das vertagten wir und gingen stattdessen in die Innenstadt in Museen, ein holländisches Fort von 1667 und in die Longstreet nach Antiquitäten, Naturalien und Kuriositäten suchen. Wir wurden fündig und als es gegen Abend etwas trockener wurde, wagten wir uns doch noch an die Wasserfront auf ein Bier. Leider wurde unser (Über-)Mut sogleich bestraft und es fing erneut an zu stürmen. Auf dem gestressten Rückweg wurden wir trotz Schirm klatschnass...




Am nächsten Morgen sah es wieder besser aus und wir machten uns auf den Weg zur Seilbahn, die auf den Table Mountain führt. Dort wird dann die Südafrikanische Technik gepriesen und vorgeführt, nur um dann als Schweizer zu bemerken, dass die ganze Angelegenheit von unseren Landsleuten gebaut wurde...(Die identische rotierende Gondel in anderen Farben fährt auch auf den Titlis ;-)) Der Aufstieg ist sehr steil und durch die Exposition beeindruckend. Der Ausblick war toll, doch in der Viertelstunde, in der wir oben waren, hat es fast geschneit und exakt über dem Tafelberg befand sich eine Wolkenglocke...





Den Rest des Tages verbrachten wir mit Absuchen der Küsten nach Mitbringsel fürs heimische Aquarium. Am Tag vor dem Sturm gab es alles an jedem Strand / jeder Klippe, doch jetzt war fast nichts zu finden und wir mussten aufpassen, um nicht von einem Brecher nassgemacht zu werden...

Am Sonntag Morgen, unserem letzten Tag, war das Wetter wieder blendend und wir fuhren nach finalem Packen und Auschecken erst einmal an einem schönen Strändchen mit grossen Felsen, um "Zmorge" zu essen... Ausserdem hatte sich das Meer beruhigt und nach einer Stunde Suchen und Sammeln hatten wir Alles, was wir wollten...
Danach gingen wir noch in den Kirstenbosch Botanical Garden, der sehr schön und vielseitig war und wir über die Gartengrenzen hinaus noch ein Stündchen durch den Wald spazierten...
Dann machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, wo wir unser Auto erstaunlich reibunglos abgaben und früh einchecken konnten...Danach hiess es warten...

Der erste Flug von Kapstadt nach Dubai war lang, etwas rumplig aber sonst ok. Jetzt sitzen wir in Dubai vor dem Gate und warten, bis unser Flug aufgerufen wird........in zwei Stunden.....Bis bald

Mittwoch, 10. August 2011

West Coast Nationalpark

Frueh am Morgen wachten wir auf, gaben schnell der Schluessel zurueck und machten uns auf den Weg in den Nationalpark, in dem, wie wir hofften schon die Blumen bluehten. Die beruehmte Wildblumensektion des Parks hat nur zur Bluetenzeit offen und wir versuchten unser Glueck. Es hat sich gelohnt: Der ganze Parkteil war uebersaeht mit Blumen und Bluemchen in allen Farben und Formen.









Dazu sahen wir noch dutzende Schildkroeten in den Wiesen herumkrabbeln und endlich haben wir Elands gesehen. Diese groesste Antilope des suedlichen Afrikas sollte es schon ueberall geben, doch wir haben sie leider immer verpasst....Wir bestaunten eine Herde von fast hundert Tieren und die Maennchen waren sehr beeindruckend. (Schulterhoehe bis 2m)

Beweisfoto fuer Florian und Liane:



Pinguine und Kuestenstrassen

Ein bisschen wehmuetig verabschiedeten wir uns von Gansbaai und fuhren weiter der Whale Coast entlang in Richtung Kapstadt. Wale sahen wir nur noch wenige, dafuer wieder Seeloewen und in Bettys Bay gaaanz viele kleine Pinguine.





Wir fuhren durch die Weinanbaugebiete am Kap und zogen an Kapstadt vorbei an die Westkueste, deren Nationalpark wir als Ziel hatten. Wir stoppten aber unterwegs, weil wir eine supertolle Uebernachtunsmoeglichkeit fanden. Wir besuchten !Khwa ttu, ein Informationszentrum und Entwicklunsprogramm einer schweizer Organisation fuer die San-Bevoelkerung, den uerspruenglichen Bushleuten aus Suedafrika. Das Zentrum war sehr informativ und wunderschoen gelegen. Das riesige Stueck Land beinhaltet neben dem Infozentrum auch Konferenzraeume, ein Restaurant, Wanderwege und die Moeglichkeit, dort zu schlafen. Wir suchten uns die guenstigste Variante aus und wurden in einem geraumigen Zelt ganz allein auf dem ganzen Platz untergebracht. Ueber dem Zelt war ein traditionelles San-Huettchen aufgebaut. Wir schliefen sehr gut und lange....

Gansbaai - weisse Haie und Gastfreundschaft

Die Fahrt ging bei wunderbarem Wetter weiter der Garden Route entlang bis nach Gaansbai, wo wir gegen 11 Uhr morgens ankamen und das Staedtchen fast leer antrafen. (Spaeter erfuhren wir, dass alle in der Kirche waren....Es war schliesslich Sonntag :-)
Mit Glueck ergatterten wir ein Superzimmer in einem runden Guesthouse, das eine Dachterasse mit Meerblick hat und buchten auch gleich einen Kaefigtauchgang mit den weissen Haien fuer den Montag darauf.

Anschliessend wanderten wir der Kueste entlang und beobachteten Wale, die gleich vor der Kueste balzten und rumturnten. Auf dem Rueckweg zum Auto rief uns ein aelterer Herr von einer Terasse in der vordersten Meerreihe zu, ob wir was trinken wollten? Natuerlich wollten wir und so verbrachten wir einfach so den ganzen Nachmittag mit dieser grossen Familie und deren Freunden. Es gab Wein, (der Mann der Tochter ist Weinbauer), Bobotjes (ein Nationalgericht: Ein mildes Currie mit suessem Kuerbis) und selbstgefangenen Fisch. Spaeter am Nachmittag zeigten uns die juengeren Familienmitglieder noch eine spektakulaere Grotte in der Naehe.



Am naechten Morgen ging es frueh los, um Haie zu sehen. Nach einer sehr guten und langen Einfuehrung ueber die Bedrohung der Haie, deren Schutz und unserem Beitrag dazu, bestiegen wir das Boot und machten uns auf den Weg. Nach 10min Fahrt, war man bei der Dyer Island angekommen, wo eine grosse Seeloewenkolonie weisse Haie anlockt.



Nach kurzem Anlocken mit Fischoel und einigen gruusigen Fischkoepfen, kamen auch schon die ersten Tiere geschwommen. Danach konnten die drei Gruppen abwechslungsweise in den Kaefig. Das Wasser hatte ca. 14 Grad Celsius und Yvonne blieb trotz 5mm Wetsuit und Kapuze die Luft weg. Wir konnten die Haie ungefaehr eine halbe Stunde geniessen, bis die naechste Gruppe in den Kaefig durfte. Doch auch vom Boot aus waren die Raeuber der Meere sehr spektakulaer. Zum Schluss wurde noch zu einer letzten Runde ausgerufen, doch nur einige Wenige wollten ein zweites Mal ins Wasser. Raphael ging natuerlich mit...













Am Abend gingen wir in ein lustiges Altweiberrestaurant essen und verbrachten einen gemuetlichen Schwatzabend mit der Besitzerin Rosemarie (70), einem schwulen hollaendlischen Flight Attendant und seiner Nachbarin, die dank ihm gratis nach Suedafrika fliegen konnte.

Sonntag, 7. August 2011

Oudtshoorn

Am naechsten Morgen regnete es richtig stark, sodass wir uns entschieden, nicht in den Knysna Forest zu gehen. Wir fuhren also weiter Richtung Oudtshoorn, die Straussenhochburg Suedafrikas. Da die Strasse vom Umwetter weggespuelt wurde, mussten wir einen einen grossen Umweg fahren. Als wir ankamen, fanden wir schnell ein gemuetliches Guesthouse und machten uns gleich auf den Weg in die Cango Caves. Yvonne machte die normale Tour und Raphael die Adventure Tour, auf der man 1.5h durch enge Durchgaenge kriechen und Kamine hochklettern musste. In der Hoehle war es schoen warm und trocken, draussen erwartete uns aber wieder Regen und Kaelte, sodass wir uns das Straussenfilet am Abend verdient hatten.



Am Tag darauf besuchten wir eine Straussenfarm und Yvonne konnte sogar auf einem Tier sitzen. Reiten war wegen des nassen Bodens nicht moeglich.

Anschliessend machten wir uns schon wieder auf den Weg und wir fuhren Richtung Meer zurueck. Wir fuhren die beruemte Route 62, die durch wunderschoene Taeler und ueber blumenbedeckte Paesse fuehrte. Rechts der Strasse waren schneebedeckte Berge von 2500m und mehr. Der Schnee ist eine Seltenheit....





Am Meer angekommen, besuchten wir den suedlichsten Punkt Afrikas und den markierenden Leuchtturm.

Donnerstag, 4. August 2011

Im Tsitsikamma Nationalpark

Am Morgen trennten wir uns von Florian und Liane und gingen wieder unserer eigenen Wege. Wir fuhren zurueck nach Port Elizabeth und weiter in Richtung Plattenberg Bay. Am Storm River Mouth betraten wir den Tsitsikamma Nationalpark und wollten eigentlich zu einer Haengebruecke und noch weiter wandern. Leider war nur der erste Teil der Wanderung begehbar.



Wir trauerten aber nicht lange, da im Meer, nahe der Kueste ein paar Wale (Suedkaper, Eubalaena australis: Das suedliche Aequivalent vom Groenlandwal) auftauchten, die sich gegenseitig mit Flossenschlaegen und Spruengen beeindrucken wollten.





Danach fuhren wir weiter ueber Nature Valley bis nach Knysna, wo wir ein gemuetliches Bed & Breakfast fanden und sogleich ein Nachmittagsschlaefchen einlegten. Jetzt gehen wir essen und hoffen, dass das Internet jetzt Richtung Kapstadt immer so gut bleibt....

Addo Nationalpark und drumherum

Nachdem wir unser Auto wieder beladen hatten, fuhren wir die kurze Strecke zurueck in das Gebiet um den Greater Addo Elephant Park. Wir fanden ein gemuetliches Guesthouse und gingen nach dem einchecken gleich in den Park. Wir hatten unglaubliches Glueck und sahen einen Caracal (afrikanischer Luchs). Neben diversen Elephanten und Kudus gab es auch den endemischen flugunfaehigen Pillendreher zu bestaunen, der mit seiner beeindruckenden Groesse die Strassen und Wege belagerte.



Am Abend trafen wir Florian und Liane wieder, mit denen wir fuer den naechsten Tag eine Kanutour geplant hatten. Am fruehen naechsten Morgen fuhren wir aber erst einmal zu Daniel`s Cheetah Project, einer privaten Organisation, die sich um verletzte, verwaiste und beschlagnahmte Geparden kuemmert und diese Zwecks Populationsvergreosserung auch zuechtet und auswildert. Sie haben auch andere Katzen aus dem Gebiet, wie Serval, Caracal und Loewenwaisen.
Da wir so frueh da waren, konnten wir volle 1.5h alleine mit der Fuehrerin und den Tieren geniessen.







Die beiden Loewenbabys waren 3 Monate alt und wurden von der Mutter in einem Park nicht angenommen. Sie saugten wie verueckt an unseren Fingern und versuchten Raphael`s Schuh zu ueberwaeltigen.

Anschliessend gingen wir in ein Reptilien- und Raubvogel-Heim, wo alte und behinderte Tiere ihren Lebensabend verbringen koennen. Die Tiere waren sehr an Menschen gewoehnt und in den fast zwei Stunden hatte Yvonne nicht nur eine Eule auf dem Kopf.

Am Nachmittag gings los auf die Kanutour, die uns in etwas ueber drei Stunden den Sunday River hinunter fuehrte. Wir sahen diverse seltene Voegel und sogar einen klauenlosen Kap-Otter.



P.S. Die Tour war nicht ganz so anstrengend wie die letzte in der Schweiz ;-)

Dienstag, 2. August 2011

Kalahari, Augrabies und Mountain Zebra National Parks

An einem einzigen Tag fuhren wir durch dir Karoo und bis fast an die Grenze von Botswana (1200km). Wir uebernachteten in einem heruntergekommenen Cottage und fuhren ganz frueh gleich weiter bis an den Parkeingang des Kgalagadi Transfrontier Park (Kalahari). Auf dem Weg zum Camp an der Grenze zu Namibia sahen wir riesige Webervogelnester, endlich Erdmännchen, Kalaharilöwen, Geparden mit vier Jungen, Löffelfüchse, Schakale, Oryxe, Springböcke und Giraffen.









Das Camp war klein und die Nacht im Zelt war richtig kalt (-6 Grad)! Nach zwei weiteren Tagen im Park mit der unglaublichen Dünenlandschaft und der endlosen Weite fuhren wir weiter zum Augrabies Nationalpark mit einem grossen Wasserfall. Wir wanderten ein paar Stunden über Stock und Stein und genossen die Weite und Ruhe der Wüste.

Anschliessend fuhren wir nach Britstown, wo wir übernachteten und ein fantasisches Nachtessen bekamen. Am nächsten Morgen ging es weiter bis in den Mountain Zebra Nationalpark, wo wir die seltenen Bergzebras sahen.



Endlich erblickten wir auch Blessböcke, das schwarze Gnu und sogar einen Erdwolf...Der Park war landschaftlich wunderschön, es hatte shr viele Tiere und dafür fast keine Menschen...

Bis in di Nacht hinein fuhren wir dann weiter bis nach Port Elizabeth. Wir übernachteten, holten unser Auto wieder ab und machten uns auf den Weg in den Addo Elephant Park, wir die nächsten zwei Tage verbringen werden.