Samstag, 31. Dezember 2011

Blumen Saison

Im West Coast National Park war im August und September Blumen Saison. Der Park liegt nahe bei Kapstadt und die Fahrt dauert nur wenige Stunden. Er befindet sich direkt am Meer und umschliesst auch eine grosse Lagune. Im Sommer (hier Winter) überwintern dort 750000 Zugvögel die sich von Fischen aus Meer und Lagune ernähren.
Die Vegetation ist ganz typisch für Südafrika, nämlich Fynbos (feingliedriges Gebüsch). Dabei handelt es sich um viele endemische Sträucher und Heidekrautgewächse.





Hier eine kleine Auswahl verschiedenster Blumen und Blüten aus dem Park. Sie alle stammen aus der Postberg Sektion, welche nur in diesen zwei Monaten für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Der Postberg ist immer noch in Privatbesitz, wird aber von der Parkleitung verwaltet.








Im Park wimmelt es von Schildkröten. Sie krabbeln überall und fressen die besten Blumen. Die Maus haben wir während der Fahrt entdeckt. Wir mussten ein paar Meter zurück fahren und sie sass immer noch da..





Wir hoffen ihr seht auch im nächsten Jahr regelmässig auf YVONAUT vorbei! Wir danken nochmals für all die netten Kommentare dieses Jahr!

WIR WÜNSCHEN EUCH ALLEN EIN SCHÖNES NEUES JAHR MIT VIELEN TOLLEN ERLEBNISSEN!

Freitag, 23. Dezember 2011

Leopard

Der Leopard (Panthera pardus) ist eine mittelgrosse Katze und wiegt je nach Lebensraum (dichter Wald oder offene Savanne) und Herkunft(Afrika oder Asien) zwischen 30 und 100 Kilogramm. Einzelne Individuen kann man gut an der Fellzeichnung unterschieden. Leoparden hören, riechen und sehen ausgezeichnet. Sie sind deshalb sehr erfolgreiche Jäger! Sie fressen am Liebsten kleinere Antilopen, aber es wird alles gefressen was vorbei kommt und nicht zu gross ist (auf unseren Fotos Impalas).
Leoparden lauern oft in einem Versteck und warten bis ein geeignetes Beutetier vorbeikommt oder sie schleichen sich an und verkürzen so die Angriffsstrecke. Über ganz kurze Strecken erreichen die Leoparden bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Erlegte Beute wird erstmal in Sicherheit gebracht. Entweder in dichtes Unterholz oder auf einen Baum.











Der Leopard gehört zu den Big Five und somit zu einer Topattraktion auf jeder Pirschfahrt durch die Nationalparks. Diesen Leopard haben wir im Krüger Nationalpark gesehen. Eigentlich haben wir nur eine kleine Pause gemacht und den Impalas beim Trinken zugesehen. Ein besonders aufmerksames Tier witterte, da sprang schon der Leopard aus dem Busch und erwischte ein Impala im Wasser (leider war viel Gras davor). Der Leopard schleppte es langsam fort. Die anderen Impalas "bellten" zuerst wütend, kehrten nach einigen Minuten aber zum Wasserloch zurück als ob nichts passiert wäre. Natürlich haben wir noch weitere Bilder dazu, aber die gibt es später zu sehen..






Wir hatten sooooo viel Glück! Das war unser persönliches Weihnachtsgeschenk, welches wir halt bereits im Juli erhalten haben, aber jetzt mit euch teilen!

FROHE WEIHNACHTEN!!!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Springbock

Der Springbock (Antidorcas marsupialis) ist eine relativ kleine Antilope, welche im südlichen Afrika vorkommt. Springböcke leben in grossen Herden zusammen, allerdings haben wir auch immer wieder einzelne Springböcke gesehen. Alle Bilder stammen aus dem Kgalagadi Transfrontier Park in Südafrika.









Der Name Springbock rührt daher, dass das Tier, wenn es erschreckt wird, senkrecht bis zu 3.5 Meter in die Höhe springt. Das soll einerseits dazu dienen, die Artgenossen zu warnen und andererseits dazu, den Raubtieren zu zeigen, dass sie längst entdeckt wurden und ein Angriff sinnlos ist. Der Springbock ist eines der schnellsten Landsäugetiere und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 90 km pro Stunde. "Leider" haben sich die Tiere nie wirklich erschreckt und sind bloss langsam weggetrabt.




Springbock Herden leben oft nahe mit anderen Herden (Gnu, Zebra oder andere Antilopen) beisammen. Dies weil die eine Art besser riechen, hören oder sehen kann als die andere und in gemischten Gruppen der Feind früher erkannt werden kann. Hier haben wir eine Springbock/Gnu Herde erwischt.


Die Springböcke wurden massiv bejagt. Das Fleisch ist köstlich und gleichzeitig wurden die Springböcke als Schädlinge für Getreidefelder angesehen. Im 19. Jahrhundert waren sie in Südafrika ganz ausgestorben. Später hat man sie wieder eingeführt und derzeit lebt wieder eine halbe Million Tiere in Südafrika.





Vielen Dank für die vielen Kommentare vom letzten Mal! Wir freuen uns über jeden einzelnen Beitrag!

Freitag, 9. Dezember 2011

Flugunfähiger Pillendreher

Der Pillendreher (Circellium bacchus) ist ein relativ grosser und runder Käfer. Früher gab es ihn weit verbreitet in ganz Südafrika, heute gibt es nur noch einige kleinere Populationen. Die grösste davon im Addo Nationalpark.
Der flugunfähige Pillendreher sitzt gerne im Dung aller möglicher Tiere und dreht sich daraus eine grosse runde Kugel. Elefanten Dung wird am Liebsten gefressen, Büffel-Dung wird bevorzugt für das Brüten. Bei der Fortpflanzung baut sich das Weibchen eine Dung-Kugel, welche sie bis zu 80 Meter weit wegrollt an einen geeigneten Platz. Das Männchen folgt ihr. Nach der Paarung entwickeln sich die Eier in der Kugel. Das Weibchen bleibt ständig dabei um Pilze und Sporen zu entfernen.






Weil die grossen Tiere gerne auf den Strassen umherwandern, findet sich dort auch die meisten Hinterlassenschaften. Auf den Strassen wimmelt es also in der richtigen Jahreszeit von Pillendrehern. Beim Parkeingang wird einem erklärt, dass man sehr vorsichtig fahren soll und dass die Pillendreher immer Vortritt haben.
So dauerte es auch nicht lange bis wir im Addo die ersten Käfer gesehen haben. Allerdings liegen auch sehr viele tote auf den Strassen. Hält man nämlich an um sich einen Elefanten anzusehen, dauert es nicht lange und man hat die Käfer zwischen den Rädern. Und aus dem Auto aussteigen ist in allen Parks streng verboten. So konnten wir leider nicht näher an die Käfer ran beim Fotografieren.
Es hatten übrigens nur sehr wenige Käfer wirklich Kugeln dabei, die meisten sind einfach nur herum gekrabbelt. Der nächste Käfer hier hatte die rundeste Kugel überhaupt. Die anderen haben mehr oder weniger Würfel gerollt..




Gerollt wird nebenbei rückwärts. Der Käfer steht auf seinen vorderen Beinen und rollt die Kugel mit den hinteren Beinen. Er stösst sie also von sich weg. Um zu wissen wo er hin will, muss er also regelmässig nachsehen!

Hier noch der passende Film dazu. Es sieht wirklich anstrengend aus, wie der kleine Käfer die grosse Kugel über das holprige Gelände rollt.

video

Vielen Dank für die vielen lieben Kommentare vom letzten Mal!

Freitag, 2. Dezember 2011

Nyala im Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve

Der Nyala (Tragelaphus angasii) ist eine sehr seltene Antilope. Die männlichen Tiere sind grau/braun gefärbt und tragen grosse geschraubte Hörner. Die Weibchen sind rötlich braun, hornlos und sehr viel kleiner wie die Männchen. Den buschigen Schwanz haben beide, aber nur die Männchen haben die lange Mähne.
Sie leben in dichten Busch, meist nahe am Wasser. Leider gibt es sie nur noch in einigen wenigen Naturschutzgebieten im südlichen Afrika.







Wir haben bis jetzt nur ein einziges Mal Nyalas gesehen und zwar früh morgens im Hluhluwe-Imfolozi Game Reserve. Die Gruppe mit Männchen, Weibchen und Jungtieren stand im Busch, ging über die Strasse und verschwand auf der anderen Seite wieder im Busch. Eine sehr kurze aber umso erfreulichere Begegnung.

Dafür zeigen wir euch hier noch ein paar weitere Bilder aus dem Hluhluwe-Imfolozi Park. Die Strassen in den Parks sind grundsätzlich sehr gut, trotzdem gibt es hin und wieder riesige Schlaglöcher mitten drin. Die meisten Strassen unbefestigt. Da kommt auch das "Safari" Gefühl erst richtig auf!
Manchmal gibt es kleine Versteck Möglichkeiten, wo man das Auto stehen lassen und in eine kleine Holzhütte sitzen kann. Diese Stellen sind meistens an Wasserlöchern. An diesen Tag war leider nichts zu sehen..







Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und einen schönen zweiten Advent!